Wettstetten, 13.01.2008

Sophie Götzinger startet zum ersten Mal für den Traditionsverein
1. AC Bad Reichenhall

Der Saisonauftakt brachte für Sophie Götzinger (-52kg) einen Wechsel zum 1. AC Bad Reichenhall.

Nicht gewechselt hatte hingegen die gewohnt starke Besetzung der Gewichtsklasse 
-52kg durch zahlreiche Kaderathletinen. Rasch trennte sich die Spreu vom Weizen, Götzinger konnte ihre Vorrundenkämpfe ungefährdet für sich entscheiden. Im Halbfinale stand sie Sophia Öxler (Süddeutsche Meisterin 2006) vom Veranstalter Wettstetten gegenüber. Hier hielt die AClerin gut dagegen, lediglich eine Unachtsamkeit  bescherte der Gegnerin die Gelegenheit für einen Uchi Mata (innerer Schenkelwurf), Götzinger musste einen vollen Punkt abgeben. Im anschließenden kleinen Finale (Kampf um Platz 3) gegen Franziska Vogel aus Gröbenzell fackelte Götzinger nicht lange und schickte ihre Kontrahentin per tiefem Seoi nage (Schulterwurf) auf die Matte.

 

Schon kommendes Wochenende finden dann die Wettkämpfe zur Südbayerischen Meisterschaft in Großhadern statt.
 

Großhadern, 20.01.2008

Südbayerische Einzelmeisterschaft am Olympia Stützpunkt

Für Sophie Götzinger, Aushängeschild in Sachen Judo beim AC Bad Reichenhall ging es vergangenes Wochenende in die Landeshauptstadt nach München. Im dortigen Olympia Stützpunkt Grosshadern wurden die südbayerischen Meisterschaften der Alterklasse U17 ausgetragen. Der herrliche Sonnenschein konnte die Hallensportler nicht locken, galt es doch sich durch vordere Platzierungen für die bayerischen Meisterschaften zu empfehlen.

Erwartungsgemäß stark war auch diesmal die Gewichtsklasse bis 52kg besetzt. Vivien Beil vom TSV Sauerlach bot Sophie Götzinger nur bedingt Gegenwehr, dies brachte einen schnellen Auftaktsieg für die Reichenhallerin. Schon die nächste Begegnung gegen Jasmin Kerime vom Ausrichter Grosshadern gestaltete sich schwieriger. Die Uchi mata (innerer Schenkelwurf) Spezialistin wurde immer wieder von Götzinger ausgekontert. Götzinger kämpfte taktisch klug abwartend, ein tiefer Schulterwurf brachte ihr schließlich den Sieg. Zum wiederholten Mal traf Götzinger so auf Sophia Öxler vom SV Wettstetten. Einen Standfehler konnte die AC lerin nicht mehr Rechtzeitig korrigieren, Öxler siegte vorzeitig, und zog so ins Finale ein. Im kleinen Finale um Platz 3 hieß Götzinger`s Gegnerin dann Maria Difonzo vom SV Lohhof. Wieder war es ein tiefer Seoi nage (Schulterwurf) der den angestrebten Erfolg brachte. Der so erreichte 3. Platz bedeutet für die Kurstädterin zugleich die Qualifikation zur bayerischen Meisterschaft in 2 Wochen in Zwiesel.

Bild: Erfolgstrainer Franz Dausch und die Mannschaft des FC Schweitenkirchen mit Sophie
 

Samstag/Sonntag, 26/27. Januar 2008
SPORT AUS DER REGION

Bericht Reichenhaller Tagblatt

Die „alte Diva " AC hat Nachwuchs bekommen

Familie Götzinger bildet Grundstock für eine Judo-Unterabteilung bei den Ringern

BAD REICHENHALL (sts) - Die Sache ist
Umgeben von einem Hauch Ironie: Noch vor einem Jahr watete der Reichenhaller Traditionsverein AC Bad Reichenhall durch den Sumpf eventueller Auflösung, heute ist er um eine ganze Sportsparte reicher. Erstmals in der 107-jährigen Geschichte des 1. Athletikclubs wurde eine Abteilung eingegliedert: Judo! Als sich um den AC Bad Reichenhall vor der letzten Bayernliga-Saison die Auflösungs-Gerüchte immer mehr verdichteten, übernahm Toni Grassmann gemeinsam mit Manfred Schöndorfer „wieder" den Verein, den zuvor Funktionäre wie Franz Reichenberger, Helmut Hochlechner, Matthias Schwab und allen voran Georg Handl am „bürokratischen Leben" gehalten hatten. In der Folge wurde die Nachwuchsarbeit wieder in Gang gesetzt. Hans Wurdinger betreut die AC-Zusammenarbeit hinsichtlich des Projekts „Sport in Schule und Verein", während sich Rudi Kastner und Andreas Braun um die Ringer jugend kümmern. „Da ist wieder etwas entstanden, das jetzt natürlich weiter wachsen muss", so Vorstand Toni Grassmann, der sich gerade aufgrund der Nachwuchs-Stabilisierung sowie des Mitglieder-Zuwachses im vergangenen Jahr über die Tatsache freut, dass fortan auch Judo im AC angeboten wird. Seit 1. Januar besteht die Unterabteilung, wobei die Idee von Toni Grassmann und Manfred Schöndorfer ausging. „Die beiden sind auf uns zugekommen und haben uns das Konzept vorgestellt  und da das Angebot genau in unsere momentane Situation passte, sind wir natürlich gern aufgesprungen", freut sich Walter Götzinger, der gemeinsam mit seiner Gattin Barbara die AC-Judo-Sparte leitet. Aushängeschild ist freilich Tochter Sophie Götzinger (Süddeutsche Schüler-Meisterin von 2005 und mehrfache Oberbayerische Meisterin). Überhaupt entstand der Kontakt über die Trainingsmöglichkeiten für Sophie Götzinger, zumal die Familie in Karlstein und damit folglich in der Nähe der Turnhalle neben der Grundschule wohnt. Daraus hat sich dann der Gedanke der „Unterabteilung" entwickelt, der nun seit 1. Januar fix ist.

Grundlage für einen fruchtbaren Judosport im AC soll auf Dauer freilich ein Angebot für junge, ältere und alte Aktive sein. „Die Abteilung ist ab sofort offen für Neue", so die Sportliche Leiterin Barbara Götzinger, die folgende vorläufige Trainingszeiten bekanntgibt: dienstags und donnerstags von 19 bis 20.30 Uhr (Erwachsene und A-Jugend) sowie donnerstags von 17 bis 18.30 Uhr für Kinder und Anfänger. Rundum einig sind sich Gesamt-Vorstand Toni Grassmann und Walter Götzinger auch darüber, dass Jugend- und Schülerbereich absolute Priorität haben. „Dass da nun parallel zum Aufbau des Ringsport-Nachwuchses ein Judo-Nachwuchs entsteht, das kann für den Verein nur gut sein", so Grassmann, der in keinster Weise die Gefahr einer Konkurrenz im eigenen Lager sieht. Im Gegenteil: „Ich sehe darin eine Ergänzung. Beide Sportarten sind stark miteinander verwandt und deshalb gibt es dann sicher auch Talente, die zweigleisig fahren wollen. Die Kinder können auf alle Fälle ohne jegliche Komplikationen beides ausprobieren. "Auf der Ringer-Kommandobrücke freut man sich außerdem über die Tatsache, dass sich das Sportangebot nun noch mehr in die weibliche Richtung ausdehnt: „Es hat sich in den letzten Jahren immer mehr herausgestellt, dass Mädchen eine deutliche Kampfsport-Begabung haben. Da ist Judo für den AC eine optimale Ergänzung - und außerdem wird unsere Halle noch effektiver genutzt", weiß Toni Grassmann.
Die Familie Götzinger freut sich auch über die „Kombination mit Seltenheitswert", denn in ganz Bayern kommt es nicht oft vor, dass in einem Verein Ringsport und Judo unter einem Dach vereint sind. Und auch wenn sie eine intakte Abteilung aufbauen wollen, so ist es ihnen wichtig klarzustellen: „Wir werden auf keinen Fall irgendwelche Judoka bei andern Vereinen an- oder gar abwerben. Es gilt wie überall  wer kommen will, kann kommen", so  Walter und Barbara Götzinger, die als Famlie maßgeblich für diese erstmalige Aktion in der AC-Vereinsgeschichte verantwortlich zeichnen.
Im März findet eine außerordentliche Mit
gliederversammlung statt, in deren Rahmen die Aktion detailliert vorgestellt wird. Zu diesem Zeitpunkt wird dann auch feststehen, wo der AC Bad Reichenhall 2007/08 ringt, denn gegenwärtig läuft noch die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga: Sollte Burgebrach aufsteigen, bleibt der AC in der Bayernliga - muss dagegen Burgebrach in der Oberliga ran, ringen die Kurstädter in der Landesliga. Doch auch diesbezüglich gibt sich Toni Grassmann zuversichtlich: „Ich gehe davon aus, dass wir in der Bayernliga ringen werden." Und augenzwinkernd schiebt er nach: „Gerungen wird auf alle Fälle - und das wieder mit eigenen Leuten."
 

Es bewegt sich was beim AC Bad Reichenhall!

So trafen sich Ringer- und Judo Nachwuchs zu einem gemeinsamen Fototermin anlässlich des ersten gemeinsamen Sommerfestes am 1. August.

Hier packen beide Abteilungen mit tatkräftiger Unterstützung engagierter Eltern an, damit das Fest ein Erfolg wird. Grund zum Feiern gibt es ja genug: Der rege Zulauf im Verein gibt dem AC Recht, dass viel Motivation in die Nachwuchsarbeit gesteckt wurde.

Kinder müssen sich bewegen, und Möglichkeiten dazu haben. Und die kann der AC Bad Reichenhall in nahezu uneingeschränkten Hallenzeiten bieten. Dass sich die Kinder bei uns wohlfühlen, sieht man ja auf dem Foto, so Schülertrainer Rudi Kastner.

Übungsleiter Zuwachs beim AC Bad Reichenhall

Aus- und Weiterbildung sollen in Zukunft das Gerüst für eine qualitativ hochwertige Nachwuchsarbeit bilden.

Barbara Götzinger, schon in Besitz einer Übungsleiter A- und einer Fachübungsleiter Lizenz Judo musste nicht lange überlegen, als Ihr die Teilnahme an einer Präventionsausbildung für Kinder und Jugendliche angeboten wurde.

Der bayerische Landessportverein hat heuer zum Ersten Mal einen Lehrgang in dieser Form geschaffen. Bestehend aus einem Basis Modul in dem Kenntnisse in Sportmedizin, gesunde Ernährung und Trainingsmethoden vertieft wurden, und einem Profil das nur auf die Ausbildung im Kinder- und Jugendbereich abzielt. So wurden Auffälligkeiten, Merkmale und Fördermaßnahmen von Bewegungsmangel, Haltungsschäden und Koordinationsstörungen intensiv behandelt, und Problemlösungen in Theorie und Praxis erarbeitet. Den Abschluss bildete eine Prüfung bestehend aus einem schriftlichem Teil und einer Lehrstunde, bei der die Kinder des Anzinger Sportvereines die Probanden auf Herz und Nieren testeten. So gerüstet versteht es sich von selbst, dass die Kinder bestens bei uns aufgehoben sind, so Präventions- Übungsleiterin Barbara Götzinger. Dies ist aber erst der Auftakt einer langen Reihe von Übungsleiter Neu Lizenzen und Lizenzverlängerungen im AC Bad Reichenhall.
 

1. Kyu Prüfung beim AC Bad Reichenhall
Gelb - Weiß

Die erst im Januar diesen Jahres gegründete Judo Abteilung des AC Bad Reichenhall fand Ihr Highlight vor den Sommerferien mit der Ausrichtung der ersten Kyu Prüfung. Insgesamt 6 Kinder konnte Trainerin Barbara Götzinger zusammen mit Ihrer Tochter Sophie zur Prüfung vorstellen. In einer 6 Monatigen Vorbereitungszeit wurden die Probanden in Fallschule, Wurftechniken, sowie in Festhaltern und den dazugehörigen Befreiungen unterrichtet. Den Abschluss bildete ein Randori (Übungskampf) in dem Die Kinder ihre erlernten Techniken dem Prüfer und vor allem dem staunenden Publikum präsentierten. Eltern und Geschwister zeigten sich beeindruckt ob der gezeigten Leistungen, musste doch so mancher Familienangehörige daheim als Testpartner für Übungszwecke herhalten. Zu Guter Letzt bescheinigte Jo Schiller, 1. Dan und langjähriger „Leihprüfer“ vom TSV Freilassing allen Prüflingen gute Leistungen und gratulierte am Ende zur bestandenen Prüfung und zum Erhalt des weiß- gelben Gürtels. „Jetzt geht es erst einmal in die wohlverdienten Sommerferien. Ab 2. September bietet unsere Abteilung dann zusätzliche Trainingseinheiten an, um dem anhaltenden Zulauf besser gerecht zu werden“, so Abteilungsleiter Walter Götzinger.

 

1. gemeinsames Sommerfest der Ringer und Judoka

Einen fröhlichen Ausklang der ersten Jahreshälfte fand der AC Bad Reichenhall beim ersten gemeinsamen Sommerfest der Ringer- und Judoabteilung. Der Petrus muss ein ACler sein, denn trotz schlechtester Wetterprognosen konnte das Fest auf dem Schulhof der Grundschule Karlstein stattfinden. Neben eifrigen Eltern, die Kuchen, Salat und Sekt spendierten, trug auch der Förderverein des AC wieder tatkräftig zum Gelingen des Festes bei, durften doch junge Ringer und Judoka gratis „futtern“.

In der Ringerhalle waren zahlreiche Spielstationen aufgebaut, die von den Kids fleißig genutzt wurden und auch der nah gelegene Spielplatz war gut besucht .Die Eltern hatten Gelegenheit um Abteilungsübergreifende Gespräche zu führen und sich über ihre Sprösslinge auszutauschen.

Egal, ob alte AC Haudegen, oder der Kader der Bayernliga Mannschaft, alle waren gekommen um den schönen Sommerabend zu genießen.

Die Ringerkinder duften dann mit ihren Trainern Rudi Kastner und Andreas Braun noch in der Halle übernachten, ehe am nächsten morgen mit einem gemeinsamen Frühstück das Fest zu Ende ging.

Alles in Allem ein rund um gelungene Angelegenheit, die im nächsten Jahr mit Sicherheit ihre Fortsetzung findet.

 

 

Kraft alleine reicht manchmal nicht aus

Bereits im April lud der AC Bad Reichenhall die Schulen der Kurstadt zu einer Schnupperstunde in die Ringerhalle Karlstein ein. Für dieses Programm, das erst kurz vor den Sommerferien endete, konnten die Hauptschule St. Zeno, die Grundschulen St. Zeno und Marzoll, die Grundschule Karlstein und die Mädchenrealschule St. Zeno begeistert werden und schickten insgesamt 18 Klassen mit rund 500 Kindern. Mit gesponserten Bussen der Stadtwerke Reichenhall wurden die Kinder zur Ringerhalle Karlstein und nach Ende der Stunde wieder zur Schule zurückgebracht.

Ins Leben gerufen wurde die „etwas andere Sportstunde“ von Hans Wurdinger, Koordinator für Schule und Verein, unterstützt wurde er von Barbara Götzinger, Präventionsübungsleiterin für Kinder und Jugendliche.

Begonnen wurde mit einem gemeinsamen Aufwärmen, gefolgt von turnerischen Grundfertigkeiten die zur guten Ringer- und Judoausbildung gehören. Aktive Wettkämpfer wie Simon Zaiska und Sophie Götzinger konnten dafür gewonnen werden, turnerische Elemente wie Radwende, Handstandüberschlag und Kopfkippe in den Kinder nahe zu bringen und in Vollendung zu demonstrieren. Für Ringer und Judoka gehört es in ihrem Sport einfach dazu, den eigenen Körper zu beherrschen und die eigenen Kräfte richtig einzuschätzen und zu dosieren.

Mindestens genauso wichtig ist es aber auch richtig zu fallen, um Verletzungen vorzubeugen, dies probierten die Kids unter fachlicher Anleitung mit viel Spaß aus, und auch mancher Sportlehrer zeigte was in Ihm steckt, und versuchte sich in den ungewohnten Übungen.

Im letzten Drittel der Sportstunde konnten die Kinder noch Ihre Kräfte im Zweikampf messen. Zuerst wurde in einer Einweisung eine Umdreh- und Festhaltetechnik erlernt, dann wurde dieses neu gewonnene Wissen in einem Bodenkampf geprobt. Es stellte sich heraus, dass Kraft alleine manchmal nicht ausreicht, Beweglichkeit und Schnelligkeit sind für Ringen und Judo gleichermaßen wichtig.

Alles in allem profitierten nicht nur Schule und Verein von dieser vom AC Bad Reichenhall initiierten Kooperation, besonders die Kinder hatten enorm viel Spaß an dieser „neuen Art“ sich zu bewegen und haben dieses Angebot schon vielfach angenommen. Auch in Zukunft ist der AC bestrebt, mit Schulen eng zusammenzuarbeiten, um für mehr Bewegung und Gesundheit im Alltag unsere Kinder zu sorgen.